Mundspülung: Welche passt zu Ihnen?

Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Kariesschutz oder die Zeit nach einer Zahn-OP: Jede Mundspülung setzt auf einen anderen Wirkstoff und taugt deshalb für einen anderen Zweck. Hier lesen Sie, welche Spülung wofür geeignet ist, wie Sie sie richtig anwenden und wann Sie besser darauf verzichten.

In 10 Sekunden zur passenden Spülung

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Alkohol in der Spülung?

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Die wichtigsten Ratgeber

Mundspülungen nach Wirkstoff

Der Markenname sagt wenig, der Wirkstoff fast alles. Diese Übersicht zeigt, welcher Wirkstoff wofür gedacht ist und wie lange Sie ihn verwenden können.

WirkstoffWirkt vor allemTypischer EinsatzAnwendungsdauerBeispiele
Chlorhexidin 0,1–0,2 %stark antibakteriell, hemmt Plaqueakute Entzündung, nach Eingriffenkurzzeitig, meist bis 2 WochenChlorhexamed, meridol med CHX
Aminfluorid + Zinnfluoridhemmt Plaque, stärkt Schmelzgereiztes Zahnfleisch, Alltagdauerhaftmeridol
Ätherische Ölereduzieren Plaque und Gingivitistägliche ErgänzungdauerhaftListerine
Fluoridremineralisiert den ZahnschmelzKariesschutz, Zahnspangedauerhaftelmex Kariesschutz
Zink + wenig Chlorhexidinbindet SchwefelverbindungenMundgeruchlaut Hersteller dauerhaftCB12
Cetylpyridiniumchloridmilder antibakterielltägliche Ergänzungdauerhaftviele Drogerie-Marken
Wasserstoffperoxidoxidierend, schäumt Beläge anAusnahmefällenur wenige Tage3-%-Lösung aus der Apotheke, verdünnt

Brauchen Sie überhaupt eine Mundspülung?

Ehrliche Antwort: Viele Menschen nicht. Die Basis gesunder Zähne sind zweimal täglich Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta und die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten oder Zahnseide. Eine Mundspülung kann diese mechanische Reinigung nicht ersetzen, weil sie den festen Bakterienfilm auf den Zähnen kaum durchdringt.

Einen echten Zusatznutzen hat eine Spülung, wenn das Zahnfleisch zu Entzündungen neigt, das Kariesrisiko erhöht ist, eine feste Zahnspange oder Implantate die Reinigung erschweren, nach zahnärztlichen Eingriffen oder wenn Sie vorübergehend nicht richtig putzen können. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Ist Mundspülung sinnvoll?.

So arbeiten wir

Wir bewerten Mundspülungen nach Wirkstoff, Studienlage, Verträglichkeit und Alltagstauglichkeit, nicht nach Werbeversprechen. Wo wir keine eigenen Messungen haben, sagen wir das. Wir finanzieren die Seite über Affiliate-Links zu Amazon; Arzneimittel aus der Apotheke verlinken wir grundsätzlich nicht. Details zu Quellen und Methodik finden Sie unter Über uns.

Häufige Fragen zur Mundspülung

Welche Mundspülung ist die beste?

Es gibt keine beste Spülung für alle. Bei Zahnfleischproblemen sind Amin- und Zinnfluorid oder ätherische Öle sinnvoll, bei Mundgeruch Zink, für den Kariesschutz Fluorid und bei akuten Entzündungen kurzzeitig Chlorhexidin. Entscheidend ist, dass der Wirkstoff zu Ihrem Ziel passt.

Sollte man Mundspülung vor oder nach dem Zähneputzen verwenden?

Fluorid- und Alltagsspülungen meist nach dem Putzen, ohne mit Wasser nachzuspülen. Chlorhexidin dagegen mit mindestens 30 Minuten Abstand zur Zahnpasta, weil deren Tenside den Wirkstoff abschwächen.

Ist tägliche Mundspülung schädlich?

Milde Spülungen mit Fluorid, Zinn, ätherischen Ölen oder CPC sind für die tägliche Anwendung gedacht. Stark antiseptische Mittel wie Chlorhexidin sollten Sie dagegen nur zeitlich begrenzt verwenden, weil sie Zähne verfärben und die Mundflora stark beeinflussen können.

Ab welchem Alter dürfen Kinder Mundspülung verwenden?

In der Regel erst, wenn sie zuverlässig ausspucken können, meist ab etwa sechs Jahren. Dann sollte es eine alkoholfreie, altersgerechte Fluorid-Spülung sein. Die Packungsangaben haben Vorrang.